Konfiguration – MadeToPrint-Jobs und Sets

In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Sie MadeToPrint-Jobs und Sets erstellen und welche Parameter Ihnen für die Konfiguration zur Verfügung stehen.

Der MadeToPrint Einrichten-Modus

Im Einrichten-Modus von MadeToPrint stehen alle Werkzeuge zur Verfügung, um neue MadeToPrint-Jobs anzulegen und zu bearbeiten sowie die Option, mehrere bestehende MadeToPrint-Jobs in einem Set zusammenzufassen.

Grundsätzlich zeigt der Hauptbereich des Einstellungs-Fensters drei Bereiche: Links finden sie eine Listenspalte für MadeToPrint-Jobs und Sets, in der Mitte befinden sich die Funktionsbereiche und im rechen Teil werden kontextsensitiv die verfügbaren Optionen des ausgewählten Funktionsbereichs angezeigt.

Die oben platzierten Schaltflächen erlauben das Anlegen, Duplizieren und Löschen von MadeToPrint-Jobs und Sets. Außerdem lassen sich Einstellungen im- und exportieren. So können Jobs verteilt werden, etwa im Zusammenhang mit InDesign Server.

Im unteren Bereich des Editier-Fensters befinden sich drei global wirksame Schaltflächen:

  • Schließen: zum Sichern und Schließen des Fensters.
  • Verwerfen: für das Zurückkehren zur letzten gesicherten Version
  • Sichern: für das Sichern der Einstellungen – ohne das Fenster zu schließen

Der Funktionsbereich „Allgemeines“

Nach dem Anlegen eines neuen MadeToPrint-Jobs finden Sie im Konfigurationsbereich für die allgemeinen Angaben folgenden Optionen vor:

  • Name: Legt den Namen fest, unter dem der MadeToPrint-Job erscheint.
  • Aktiv: Deaktivieren Sie die Checkbox, so wird der MadeToPrint-Job nicht im Ausführen-Modus angezeigt. Der Job kann dann aber weiterhin über ein Set oder im Automodus verwendet werden.
  • Gesperrt: Änderungen in gesperrten MadeToPrint-Jobs lassen sich nicht sichern. Deaktivieren sie die Checkbox, um Änderungen vorzunehmen. Gesperrte MadeToPrint-Jobs sind mit einem Icon (Schloss) gekennzeichnet.
  • Priorität: Über die Priorität können Sie MadeToPrint-Jobs und Sets gruppieren und die Reihenfolge der Darstellung im Ausführen-Dialog beeinflussen.
  • Kommentar: Hier können Sie eine Erläuterung zu jedem MadeToPrint-Job eingeben, die auch im Ausführen-Dialog angezeigt wird, wenn sie diesen MadeToPrint-Job auswählen.

Es empfiehlt sich, neben dem Namen des MadeToPrint-Jobs das Kommentarfeld für eine aussagekräftige Beschreibung des Settings zu nutzen. Dieser Eintrag wird auch im Ausführen-Modus in der Listendarstellung angezeigt.

Der Funktionsbereich „Drucker“

In der Rubrik Drucker können Sie über ein Pulldown-Menü auswählen, ob der Job für die PostScript-Ausgabe auf einem Drucker oder für eine Dateiausgabe gelten soll. Für die Dateiausgabe stehen die Formate PostScript, EPS, PDF, JPEG und INX (InDesign-Austauschformat) zur Verfügung, wenn Sie InDesign CS3/4 verwenden. Bei InDesign CS4-CC werden außerdem die Dateiformate IDML (InDesign Markup-Format), Flash (SWF und XFL) und ePub (zur Erstellung digitaler eBooks) unterstützt.

Der Eintrag „Keine Ausgabe“ erlaubt das Verpacken oder Preflighten eines InDesign-Dokuments, ohne eine weitere Ausgabe zu erzeugen.

Kontextsensitiv zur gewählten Ausgabeart, erreichen Sie über die Schaltfläche Einrichten… die von Adobe InDesign gelieferten Dialogfenster für die Einstellung der Print-, PostScript-, EPS-, PDF-, INX- (in CS3/4), JPEG-, SWF-, Flash,- und ePub-Ausgabe.

Wählen Sie die Art der Ausgabe und nehmen Sie die gewünschten Einstellungen vor. Das Feld für die Zusammenfassung enthält eine Übersicht der aktuellen Druckereinstellungen.

MadeToPrint steuert die Konfigurationsdialoge von InDesign für die Druckausgabe, die PostScript-Erstellung sowie für den Export nach EPS an. Für den PDF-Export werden alle PDF-Exportvorgaben in einem Popup-Menü zur Verfügung gestellt.

Beim JPEG-Export lassen sich Einstellungen zur Bildskalierung und zur Bildauflösung vornehmen.

Auch für den Export nach Flash CS4-CC können Skalierungen eingestellt werden. Dabei kann die Datei auch an eine vorgegebene Bildschirmgröße angepasst werden. Der zu exportierende Seitenbereich lässt sich eingrenzen. Optional können Montageflächen ausgegeben und die Seiten gerastert werden. Beim Export lässt sich zudem die Transparenz reduzieren. Schließlich stehen dem Anwender Einstellungen zur Texthandhabung zur Verfügung (Flash-Text, Text als Vektoren oder gerastert).

Der SWF-Export bietet zusätzlich zu den Optionen des Flash-Exports (Skalierung, Bereich etc.) Einstellungen zu HTML und zu Interaktionsmöglichkeiten (etwa Hyperlinks). Schließlich stehen Einstellungen zur Bildqualität bereit.

Der Funktionsbereich „Distiller“

Diese Option erlaubt es, PDF-Dateien via PostScript und Acrobat Distiller zu erzeugen – Voraussetzung: Acrobat Distiller muss auf dem Rechner installiert sein. Nachdem Sie den Pfad zu der Distiller-Applikation zugewiesen haben, stehen Ihnen die dort verfügbaren Adobe PDF-Einstellungen (Distiller-Joboptions) für die Konvertierung zur Verfügung.

Weiterhin können Sie wählen, ob Sie die PostScript-Datei nach der Konvertierung erhalten möchten und ob von Distiller erzeugte Logfiles ggf. gelöscht werden sollen.

PDF-Dateien mit Acrobat Distiller zu erzeugen vermeidet Probleme mit CID-Fonts, die vor allem von älteren Ausgabegeräten nicht korrekt verarbeitet werden können.

Der Funktionsbereich „Dateiname“

In diesem Bereich definieren Sie das Zielverzeichnis und den Dateinamen für Ausgabedateien. MadeToPrint bietet an dieser Stelle sehr flexible Werkzeuge für ein dynamisches, regelbasiertes Erzeugen von Dateinamen und Zielverzeichnissen während der Ausgabe. Im Falle der Druckausgabe ist dieser Bereich nicht aktiv.

Mit Hilfe sogenannter Token (Variablen) lassen sich Regeln für die Vergabe von Dateinamen und Name des Zielverzeichnisses definieren. Die Token lassen sich aus dem Popup-Menü auswählen – eine Vorschau zeigt die ermittelten Werte an.

Definition des Zielverzeichnisses

Aktivieren Sie die Checkbox Pfad des aktuellen Dokuments benutzen, um erzeugte Ausgabedateien neben dem aktuellen InDesign-Dokument zu sichern.

Alternativ rufen Sie über die Schaltfläche Pfad wählen… einen Auswahldialog auf, über den Sie ein Verzeichnis für die erzeugten Dateien wählen.

Sie können einen festen Pfad definieren, optional jedoch auch Regeln definieren, die beim Ausführen des MadeToPrint-Jobs dem Zielpfad bestimmen. Zur Definition einer solchen Regel steht eine Auswahl an Token in dem Popup-Menü zur Verfügung.

Die Vorschau zeigt Ihnen den aktuell ermittelten Pfad an.

Alle für die regelbasierte Erzeugung von Zielverzeichnissen und Namensvergabe verfügbaren Token sind in der Token-Hilfe des Dialogs erläutert.

Definition des Dateinamens

Aktivieren Sie die Checkbox Name des aktuellen Dokuments/Buches benutzen, um die erzeugte Ausgabedatei mit dem Dateinamen (bis auf die Dateiendung) des InDesign-Dokuments zu benennen.

Zur Definition des Dateinamens steht auch hier die Auswahl an Token zur Verfügung, um individuelle Regeln für die Dateinamen zu definieren. In Verbindung mit der Einzelseitenausgabe kann beispielsweise der Dateiname „DOCUMENTNAME()“ mit dem Token „PAGENUMBER()“ kombiniert werden, um die jeweilige Seitenzahl im Dateinamen zu ergänzen.

Die Checkbox Ausgabedatei überschreiben legt fest, ob bestehende Dateien mit gleichem Namen überschrieben oder indiziert werden.

Tokensequenzen/Token-Editor

Komplexe Regeln lassen sich über den Token-Editor komfortabel erstellen und verwalten. Die Liste der Token-Sequenzen steht als Popup-Menü überall dort zur Verfügung, wo in MadeToPrint Token verwendet werden.

Über den Button Sequenzen bearbeiten rufen Sie den Token-Editor mit der Liste aller erstellten Tokensequenzen auf. Zum Erstellen oder Bearbeiten von Tokensequenzen stehen Ihnen alle Token zur Verfügung. Über die Vorschau können Sie Ihre Eingaben überprüfen.

Der Einsatz von Token ist nicht auf einen einzigen Eintrag beschränkt, sie können Benennungen auch aus mehreren verschiedenen Token, Regulären Ausdrücken und statischem Text zusammensetzen. Der Token-Editor hilft Ihnen dabei, komplexe Tokensequenzen zu erstellen, zu sichern und zu verwalten.

Der Funktionsbereich „Seiten“

Einzelseitenausgabe

Mit MadeToPrint können Sie für die Druckausgabe oder Dateikonvertierung festlegen, dass das zu verarbeitende Dokument in (PS/EPS/PDF-) Einzelseiten aufgeteilt wird. Dafür steht in der Rubrik Einzelseitenausgabe aktivieren eine entsprechende Checkbox bereit. Standardmäßig ist dieses Optionsfeld nicht aktiviert, bei EPS-Ausgabe ist sie generell aktiviert.

Die Erzeugung von Einzelseiten ist unter anderem bei der Vorbereitung von Dateien für den Ausschießvorgang hilfreich.

Weitergehende Einstellungen für die Benennung der Einzelseiten sind im Bereich Dateiname möglich.

Seitenränder sichtbar machen

Ist die Checkbox Seitenränder sichtbar machen aktiviert, lassen sich individuell konfigurierbare Linien um das Dokument oder den Seiteninhalt erzeugen. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel die Schnittmarken eines Dokuments zu einem Rahmen verbinden. Linienart, Position, Farbe, Linienstärke und Deckkraft können variiert werden.

Der Funktionsbereich „Ebenen“

Mit dieser Option steuern Sie die gezielte Ausgabe von Ebenen, beispielsweise, um einen Sprachwechsel während der Ausgabe zu realisieren.

Für die Ausgabe von Ebenen stehen Ihnen in dem Popup-Menü die folgenden Modi zur Verfügung:

  • Alle sichtbaren Ebenen drucken („normale“ Ausgabe)
  • Alle Ebenen drucken (alle vorhandenen Ebenen auf einer Druckseite ausgeben)
  • Jede sichtbare Ebene separat drucken (jede sichtbare Ebene auf jeweils einer Druckseite ausgeben)
  • Jede Ebene separat drucken (jede vorhandene Ebene auf jeweils einer Druckseite ausgeben)
  • Kombinationen von Ebenen drucken (fixe und je eine der variablen Ebenen pro Dokument kombinieren)

Die Festlegung der der Ebenen in MadeToPrint erfolgt:

  • mit Zahlen (1,2,4...), welche die Ebenen beschreiben (in der Ebenenpalette von unten nach oben gezählt, so wie InDesign die Ebenen anlegt)
  • oder durch Angabe des Ebenen-Namens

Die Ebenen müssen durch ein Returnzeichen voneinander getrennt sein, also zeilenweise untereinander stehen.

Im Zusammenspiel mit „MadeForLayers“ (siehe Kapitel 4) stehen die beiden folgenden Ausgabemethoden bereit:

  • Standard-Ebenenansicht drucken (Ursprüngliche Ebenenansicht des Dokuments ausgeben. Diese kann über das UI von „MadeForLayers“ definiert werden)
  • Jede Ebenenansicht separat drucken (Alle „Layer Views“ – Ebenenansichten, die über „MadeForLayers“ definiert werden können – gesondert ausgeben)

Für die beiden letztgenannten Ebenen-Modi gibt es folgende Optionen:

  • Fehler, wenn die Ebene nicht im Dokument ist.
  • Wenn eine Dokument-Ebene nicht in der Einstellung ist, kann gewählt werden zwischen den Optionen Fehler, Sichtbarkeit der Ebenen nicht ändern, Ebene sichtbar machen und Ebene unsichtbar machen.

Die Option Kombinationen von Ebenen drucken ermöglicht, feste Ebenen nacheinander mit allen unter Ebenen per Dokument angegebenen Ebenen zu kombinieren.

Beispiel:

Ihr Dokument ist so aufgebaut, dass Sie eine Ebene für den Hintergrund angelegt haben, eine Ebene, auf der sich alle Bildelemente befinden und je eine Ebene für unterschiedliche Sprachen.

Ihr MadeToPrint-Setting konfigurieren Sie nun wie folgt:

·      unter Feste Ebenen sind die Ebenen Hintergrund und Bilder angegeben

·      unter Ebenen per Dokument die Ebenen Text(ger), Text(eng), Text(frz)

Als Ergebnis des MadeToPrint-Jobs erhalten Sie drei Dokumente in jeweils einer der Sprachen, also jeweils die Kombination aus den festen Ebenen (Bilder und Hintergrund) und jeweils einer Ebene aus dem Bereich Ebenen per Dokument (Text(ger), Text(eng), Text(frz)).

Um die Bezeichnungen der Ebenen auch im Dateinamen abzubilden, kann man die beiden Token Layer name und Layer number verwenden.

Der Funktionsbereich „Infoleiste“

Optional lassen sich die auszugebenden Dokumentseiten (bei Druck und Erstellung von PostScript-Dateien) mit einer Infoleiste versehen. Maximal an drei größenverstellbaren Positionen (Links, Mitte, Rechts) lassen sich – wiederum über dynamisch erzeugte Token – Informationen eindrucken. Die Größe und Höhe der Infoleiste sind skalierbar, ebenso die Breite der einzelnen Textsektionen. Über die Vorschaufunktion ist das tatsächliche Aussehen der Infoleiste jederzeit kontrollierbar.

Dynamisch generierte Informationen, bereitgestellt als Infoleiste im Kopf eines jeden Ausdrucks, halten Sie stets auf dem Laufenden.

Erweiterte Einstellungen

Mittels der erweiterten Einstellungen können Position und Größe der Infoleiste modifiziert werden. Verschoben und skaliert wird der Inhalt des Dokuments selbst, damit die Infoleiste nicht von Teilen des Dokuments überlagert und verdeckt wird. Einstellen lässt sich hier auch, ob die Infoleiste oben, unten, am rechten oder am linken Rand von Ausdrucken oder exportierten Dateien stehen soll.

Der Funktionsbereich „Druckjob-Name“

Im Vergleich zum Dateinamen dient diese Option der Definition der internen Jobbezeichnung, also des internen PostScript-Namens, der u.a. in der Druckerwarteschlange angezeigt wird, wenn die Datei an ein Ausgabegerät gesendet wird. Zur Definition einer individuellen Namenskonvention steht auch hier wieder die Auswahl an Token zur Verfügung, mit deren Hilfe sich Angaben wie Datum, Dokumentinformation und Seitenzahl während der Ausgabe ermitteln lassen.

Mit Hilfe der beiden Optionen Dateiname und Druckjob-Name lassen sich der Dateiname für die erzeugte Ausgabedatei und der interne PostScript-Name, wie er in der Druckerwarteschlange erscheint, getrennt voneinander definieren.

Der Funktionsbereich „PostScript Expert“

Wie der Name schon sagt, wendet sich der Funktionsbereich PostScript Expert an Anwender, die mit dem Thema PostScript vertraut sind. In dieser Rubrik lässt sich PostScript-Code über wählbare Snippets erweitern, die über Pulldown-Menüs eingestellt werden.

Der integrierte Editor erlaubt das rasche Erstellen, Bearbeiten und Sichern von PostScript-Snippets, die bei der Ausführung eines MadeToPrint-Jobs zur Anwendung kommen.

Der Funktionsbereich „Bild-Info“

In diesem Bereich von MadeToPrint können Informationen zu im Dokument eingebundenen Bildern der auszugebenden Datei oder dem Ausdruck mitgegeben werden. So lassen sich Angaben zu Bildpfaden ebenso eindrucken wie eventuelle Skalierungswerte. Pfadangaben lassen sich auf bestimmte Längen begrenzen bzw. kürzen.

Schriftgröße und Schriftart sind frei wählbar; die Pfadangaben können auf das jeweilige Bild oder anstatt seiner gedruckt werden – zu steuern über die Checkbox Graue Fläche anstatt Bilder drucken.

Der Funktionsbereich „Preflight“

In diesem Bereich finden Sie Optionen, um das Dokument vor der Ausgabe auf fehlende Schriften und Bilder zu prüfen sowie eine Aktivierung von Schriften und die Aktualisierung von Bildern vorzunehmen.

Sie können die Preflight-Möglichkeiten von MadeToPrint nutzen oder auf die Live-Preflight-Engine von InDesign zugreifen.

Bei Verwendung der automatischen Schriftaktivierung wird empfohlen, im System nur die Mindestschriften geladen zu haben. Dadurch ist sichergestellt, dass auch wirklich die von MadeToPrint aktivierte Schrift des InDesign-Dokuments bei der Ausgabe verwendet wird und nicht eine andere gleichnamige Schrift, die im System geladen ist.

Preflight aktivieren (Font- und Linkprüfung vor der Ausgabe) – Aktivieren Sie diese Option, so ermittelt MadeToPrint vor Ausgabe der Datei, ob alle benötigten Schriften vorhanden sind und ob Bilddaten (Verknüpfungen) fehlen oder modifiziert sind. Optional aktiviert MadeToPrint projektspezifische Schriften, aktualisiert modifizierte Bilder und sucht nach fehlenden Bildern.

MadeToPrint sucht nach Schriften und Bildern in den Ordnern, die neben dem InDesign Dokument liegen.

Optional beginnt MadeToPrint die Suche auch eine Verzeichnisebene höher. Sie können auch einen speziellen Ordner angeben, in welchem MadeToPrint nach fehlenden Verknüpfungen suchen soll.

Die automatische Aktivierung von Schriften und Aktualisierung von Bildern ist insbesondere im Auto-Modus von Bedeutung und hilft dabei, den Workflow zu optimieren und manuelle Arbeitsschritte zu vermeiden.

Für die Verwendung von InDesigns Live Preflight (ab CS4) aktivieren Sie die Checkbox „InDesign Preflight“. Hier können Sie auf die Preflight-Profile zugreifen, entweder im Dokument selbst hinterlegt sind und/oder auf Prüfprofile, die Sie in InDesign angelegt haben.

Aktion im Fehlerfall – das Popup-Menü hält Optionen bereit, über die sie festlegen, wie MadeToPrint mit fehlerhaften Dateien umgehen soll.

  • Dokument nicht verarbeiten (überspringt die fehlerhafte Datei und öffnet das nächste Dokument)
  • Anhalten und Fehler anzeigen (die Verarbeitung stoppt und ein Fehlerdialog zeigt die Probleme an)
  • Dokument trotzdem verarbeiten (startet die Ausgabe trotz Fehler)

Report-Datei speichern – dieses Popup-Menü legt fest, ob und wann Fehlerreports (unter gleichem Namen neben der Datei) gesichert werden.

  • Nur im Fehlerfall
  • Immer
  • Niemals

Der Funktionsbereich „Ausschießen“/„Imposition“

Mit der Ausschießfunktion ist die Ausgabe komplett ausgeschossener PDF-Dateien möglich. Die vorkonfigurierten Ausschießschemata decken alle gängigen Ausschießaufgaben ab.

Für die Einrichtung eines MadeToPrint-Jobs (etwa für das Ausschießen von Visitenkarten, doppelseitig auf einer Druckseite) legen Sie einen neuen MadeToPrint-Job an und vergeben unter Allgemein einen Namen (hier: Business Card).

Im Bereich Drucker muss als Ziel Datei (PDF) ausgewählt sein. Die Ausschießfunktion steht nicht für nicht für andere Ausgabe-Arten zur Verfügung. Liegt PostScript vor, steht der Weg über den Distiller bereit, um eine PDF-Datei zu erzeugen.

Achtung: Stellen Sie für einen reibungslosen Ablauf sicher, dass im Bereich Seiten die Ausgabe nach Einzelseiten deaktiviert ist.

Aktivieren Sie schließlich unter Ausschießen die Ausschießfunktion und stellen Sie über die Einträge in den Rubriken Ausführliste und Ausschießbogen das gewünschte Ausschießschema zusammen.

Hierbei ist zu beachten, dass die Seitenanzahlen in beiden Vorgaben übereinstimmen.

Für das Ausschießen der Visitenkarten sind die Vorgaben Ausführliste: 8 Visitenkarten, doppelseitig und Ausschießbogen: A4, 8 Visitenkarten geeignet.

Die Einrichtung ist hiermit komplett. Sichern Sie abschließend den MadeToPrint-Job.

Im MadeToPrint-Fenster Einstellungen steht die Ausschießvorgabe Business Card nun für die Verarbeitung von Layoutdokumenten bereit.

Sollten die mitgelieferten Ausschießschemata eine Aufgabe nicht abdecken, so können Sie (Programmierkenntnisse vorausgesetzt) die Einstellungsdateien in einem Scripteditor anpassen. Die Dateien befinden sich im Verzeichnis Adobe InDesign CS6/Plug-Ins/axaio software/pdfToolbox4/var/Actions/Impose

Oder wenden Sie sich an support@axaio.com

Der Funktionsbereich „Parameter Overrides“

Häufig ist es notwendig, einzelne Parameter flexibel in einem vorhandenen Job anzupassen. Damit man nicht einen komplett neuen Job anlegen muss, wenn man vielleicht nur eine einzige Variable ändern möchte, steht die Option „Parameter Overrides“ bereit.

Im Bereich „Parameter Overrides“ der MadeToPrint Einstellungen haben Anwender die Möglichkeit, die Funktion per Checkbox zu aktivieren.

Die Schaltfläche „Edit Parameter Overrides“ führt zu den umfangreichen Einstellmöglichkeiten zur Anpassung der Parameter.

Im Dialog „Edit Parameter Overrides“ lassen sich einzelne Ausgabe-Optionen anpassen. Dazu zählen etwa Vorgaben zu den Bereichen Farbraum, Schnittmarken und Bildauflösung. Die komplette Liste ist hier abgebildet.

Die Checkbox „Ask“ bewirkt, wenn aktiviert, dass man zur Ausführungszeit individuelle Werte eingeben kann. So kann man für verschiedene Dokumente „on-the-fly“ unterschiedliche Ausgabeparameter anwenden.

Im Job-Set lassen sich die Parameter je nach Bedarf dynamisch konfigurieren: In der MadeToPrint Standard-Version durch manuelle Eingabe und in der Auto- bzw. Server-Version automatisch, per Steuerung durch ein Jobticket- oder Workflow-System.

Erweiterte PDF-Prüfung mit „PDF Post-Process“

Während MadeToPrint mit der weiter oben vorgestellten Preflight-Funktion InDesign-Dateien auf Fehler hin kontrolliert, lassen sich mit „PDF Post-Process“ die PDF-Dateien im Anschluss an die Ausgabe auf zuvor definierte Anforderungen hin überprüfen.

Im Fenster für „PDF Post-Process“ wird ein MadeToPrint Job per Klick auf „PDF Post-Process aktivieren“ für die nachträgliche Prüfung freigeschaltet.

Einige Prüfprofile sind bereits vorkonfiguriert, etwa für den Digitaldruck (Schwarzweiß und Farbe) sowie für das Publizieren von PDF-Dokumenten im Internet.

Auf Wunsch lässt sich ein Text-Report zur Prüfung erzeugen.

Über die Schaltfläche „Profile verwalten“ kann der Anwender weitere Profile, die sich mit der callas pdfToolbox erstellen lassen, hinzufügen.

Zusätzlich können Sie angeben, dass die erzeugte PDF-Datei direkt im Anschluss in Ihrem Standard-PDF-Anzeigeprogramm geöffnet wird.

Der Funktionsbereich „Verpacken“

Mit dieser Funktion lässt sich die InDesign-Verpacken-Funktion starten, die alle Objekte eines InDesign-Dokuments in einem Ordner zusammenträgt. Auch hier können Token bzw. Tokensequenzen für den Verpackenpfad genutzt werden. Für den Package-Ordner als auch für die verpackte InDesign-Datei können mit Hilfe der Token individuell und dynamisch Namen vergeben werden.

Optional können Sie auswählen, ob Schriften und externe Bilder kopiert und ob Bilder aktualisiert werden sollen. Sie entscheiden zudem, ob verdeckte Ebenen mit eingeschlossen werden sollen. Preflight-Fehler (Verpacken-Warnungen, z.B. RGB) können ignoriert werden.

Die Funktionen Preflight und Verpacken sind auch Jobs ohne Druck- oder Dateiausgabe konfigurierbar, indem man im Bereich Drucker „Keine Ausgabe“ anwählt.

Der Funktionsbereich „Batch+Skript“

MadeToPrint bietet die Möglichkeit der Stapelverarbeitung, also der automatischen Ausgabe aller InDesign-Dokumente, die in einem bestimmten Ordner liegen. Darüber hinaus können Skripte vor oder nach der Verarbeitung ausgeführt werden.

Skript-Datei vorher ausführen – Sie haben die Möglichkeit, ergänzend ein Skript (JavaScript, AppleScript (Mac) oder VisualBasic Script (Windows) vor der eigentlichen MadeToPrint-Ausgabe auszuführen. Unter Windows wird neben VisualBasic auch JavaScript unterstützt. Für jedes Script kann angegeben werden, ob es „Pro Job“ (Standard) ausgeführt werden soll, oder ob es bei Einzelseiten/-Ebenenausgabe „Pro Seite“ oder „Pro Ebene“ ausgeführt werden soll.

Falls das Skript einen textstring zurückgibt, der mit „error“ beginnt, wird MadeToPrint den Fehler erkennen und den Export des Dokuments stoppen. Text nach „error“ ist als Fehlermeldung im Auto Modus definiert. (Siehe Beispiel)

Skript-Datei hinterher ausführen – Ein Skript wird nach der MadeToPrint-Ausgabe, vor dem Schließen der Datei ausgeführt.

Zuerst alle Dokumente öffnen– Hier definieren Sie, dass alle Dateien erst geöffnet und geprüft werden, bevor MadeToPrint die Ausgabe startet. Dies hat den Vorteil, dass Sie mögliche Fehlermeldungen bestätigen können, bevor die Ausgabeprozesse starten.

Dokumente einzeln nacheinander verarbeiten  Ein Dokument durchläuft den gesamten Verarbeitungsablauf, bevor das nächste Dokument verarbeitet wird.

Nach Ablauf der Stapelverarbeitung finden Sie in dem ausgewählten Batch-Ordner einen Report, der Ihnen auflistet, welche Dateien verarbeitet bzw. nicht verarbeitet wurden.

Sofern die Preflight-Option aktiviert wurde, liegen zudem noch die Fehlerreports neben der jeweiligen InDesign-Datei.

Beispiel für Skript

function doStuff()
{
try {
 //[...]
} catch(error) {
 return "Error"+error;
}
return "OK";
}
doStuff();

 

Der Funktionsbereich „Redaktionssystem“

Speziell für die Anwendung von MadeToPrint InDesign und älteren Versionen des K4-Redaktionssystem lässt sich der Adapter-Modus aktivieren. Um diesen freizuschalten benötigt man eine besondere Lizenz, ansonsten bleibt dieser Funktionsbereich unsichtbar. Für aktuelle Versionen ist dies nicht mehr nötig.

Ist die entsprechende Checkbox aktiviert und aus dem kontextsensitiven Pulldown-Menü das eingesetzte Redaktionssystem ausgewählt, so stehen folgende Optionen bereit:

Vor der Verarbeitung lässt sich der Inhalt aktualisieren. Das heißt, dass Texte und Verknüpfungen auf den aktuellen Stand gebracht werden.

Nach der Verarbeitung ist standardmäßig keine Aktion voreingestellt, es kann aber auch das Layout eingecheckt oder das Auschecken des Layouts widerrufen werden.

Ein neues Set anlegen

Um mehrere MadeToPrint-Jobs automatisch nacheinander durchzuführen, lassen sich sogenannte Jobsets einrichten. Analog zur Konfiguration von MadeToPrint-Jobs, vergeben Sie auch für die Sets im Bereich Allgemein einen Namen. Optional können Sie Jobsets deaktivieren, sperren, per Rating bewerten und mit Kommentaren versehen.

MadeToPrint erlaubt es, mehrere MadeToPrint-Jobs in Sets zusammenzustellen, um sie gemeinsam auszuführen und somit stets beispielsweise einen Ausdruck und eine PDF-Datei zu erhalten. Die Sets sind für die Batchverarbeitung geeignet.

Über die Funktionsgruppe Enthaltene MadeToPrint-Jobs und die Schaltfläche Hinzufügen aktivieren Sie einen Dialog zum Auswählen der gewünschten MadeToPrint-Jobs. Über die Schaltfläche Löschen entfernen Sie nicht benötigte MadeToPrint-Jobs aus der Liste.

Neu erstellte Sets stehen anschließend im Ausführen-Dialog zur Anwendung bereit.

Das Startfenster mit eingerichteten MadeToPrint-Jobs und Sets

Der Ausführen-Modus blendet alle erstellten MadeToPrint-Jobs und Sets ein. Ausnahme: deaktivierte MadeToPrint-Jobs oder Sets erscheinen nicht in der Übersicht.

Über die Schaltfläche Drucken wird der jeweils ausgewählte MadeToPrint-Job oder das Set ausgeführt.

Die ersten 10 Druckjobs lassen sich auch direkt per Tastenkürzel aufrufen. Die Reihenfolge der Druckjobs kann durch das Rating beeinflusst werden.

Zentrale Jobverwaltung in Arbeitsgruppen

MadeToPrint-Jobs lassen sich so hinterlegen, dass sie  in identischer Form  von mehreren Benutzern genutzt werden können. Hierfür wird die Benutzer-Verwaltung des Betriebssystems genutzt.

Die von einem Standard-Benutzer erzeugten Einstellungen können per Kopie verteilt werden.

Standard-Einstellungen erstellen

Der eingeloggte Benutzer legt wie beschrieben MadeToPrint-Jobs und Sets an, die im Benutzer-Verzeichnis gesichert werden. Dieses Verzeichnis ist zu finden:

Unter Windows: C:\Dokumente und Einstellungen\<Benutzername>\Anwendungsdaten\axaio software\Adobe InDesign X\MadeToPrint Plug-In

Unter Mac OS X: Macintosh HD/Users/<Benutzername>/Library/Preferences/axaio software/Adobe InDesign X/MadeToPrint Plug-In

Das X steht dabei für die Versionsnummer von InDesign. „InDesign CS6“ ist z.B. „Adobe InDesign 8“, nutzen Sie „InDesign CC 2018“, so ist der Ordner „Adobe InDesign 13“.

Darin sind folgende Ordner enthalten:

  • Preferences
  • PostScript Expert
  • Environment
  • Logfiles

Benutzer-Einstellungen als übergreifende Einstellungen übernehmen

Zusätzlich zu den Benutzer-spezifischen Einstellungen kann man nicht-anwenderspezifische Einstellungen anlegen, die vom Administrator verwaltet und dann auf andere Rechner oder an weitere Benutzer verteilt werden können.

Hierzu wird ein zweites Preferences-Verzeichnis im Hauptverzeichnis genutzt, das ebenfalls von MadeToPrint gelesen wird. Die Ablageorte sind:

Windows: C:\Dokumente und Einstellungen\All users\Anwendungsdaten\ axaio software\

Mac OS X: Macintosh HD/Library/Preferences/axaio software/

Das Verzeichnis wird beim ersten Aufruf von MadeToPrint angelegt, jedoch ohne enthaltene Präferenzen.

Die in einem Benutzer-Modus erstellten, zu verteilenden Einstellungen wie MadeToPrint-Jobs und Sets können nun in die oben genannten Haupt-Preferenzen-Ordner verschoben werden, so das alle angemeldeten Benutzer Zugriff darauf haben.

Im Ausführungs-Modus können die MadeToPrint-Jobs und Sets abgerufen werden. Im Einstellungs-Modus können Einstellungen, PostScript-Snippets und Token-Snippets angesehen, aber nicht bearbeitet werden. Sie sind geschützt und mit einem entsprechenden Icon gekennzeichnet.

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