Anhang – Erläuterungen und Tipps

In diesem Kapitel finden Sie Erläuterungen zu Funktionen von MadeToPrint, Tipps und Tricks sowie Beschreibungen zu speziellen Anwendungsfällen.

Token Engine

MadeToPrint verfügt über eine mächtige Token Engine, mit deren Hilfe sich Regeln zur dynamischen Erzeugung von Dateinamen, Zielverzeichnissen und unterschiedliche Statusinformationen für die Infoleiste definieren lassen.

Die Token sind an entsprechender Stelle in MadeToPrint über ein Popup-Menü verfügbar. Eine Beschreibung der Variablen findet sich in der Token-Hilfe, direkt in den MadeToPrint Dialogen. Nachfolgend möchten wir Sie über häufig benötigte Einsatzbereiche und spezielle Tokenkombinationen informieren.

Regelbasierte Abfragen (Ask-Token)

Mit Hilfe des sogenannten ASK-Token lassen sich Abfragen realisieren, zum Beispiel, um den Benutzer beim Ausführen eines MadeToPrint-Jobs seine Kennung eingeben zu lassen (die anschließend im Ausdruck innerhalb der Infoleiste erscheint) oder aber eine Kundennummer manuell in den Dateinamen einzufügen. Das ASK-Token hat folgende Syntax:

ASK( "Prompt", "Scope", "Format", "Error" )

Der unter "Prompt" eingegebene Text wird beim Ausführen des MadeToPrint-Jobs in einem Dialogfenster als Eingabeaufforderung gezeigt  zusammen mit einem Eingabefeld.

Die Angaben unter "Scope", "Format" und "Error" sind optional und haben folgende Bedeutung.

Der Bereich "Scope"

"Scope" definiert den Zeitpunkt der Abfrage. Mögliche Werte für "Scope" sind "Job", "Session" und "Page":

"Job"  Die Abfrage erscheint bei jedem Ausführen des MadeToPrint-Jobs. Diese Einstellung ist voreingestellt (default) und muss nicht angegeben werden.

"Session"  Die Abfrage erscheint pro InDesign Session, d.h. erst nach einem Neustart von InDesign muss die Eingabe erneut erfolgen.

"Page"  Die Abfrage erscheint pro Seite des auszugebenden Dokuments.

Der Bereich "Format"

Unter "Format" lassen sich Bedingungen für die Eingabe mit Hilfe von Regular Expressions definieren, z.B.

"\\w" beschränkt die Eingabe auf alphanumerische Werte

"\\d" beschränkt die Eingabe auf numerische Werte

"\\d{6}" beschränkt die Eingabe auf eine sechsstellige Zahl

Der Bereich "Error"

Wird die unter "Format" definierte Bedingung nicht erfüllt, erscheint die folgende Fehlermeldung: Diese Eingabe ist in den Jobeinstellungen nicht erlaubt. Diese voreingestellte Fehlermeldung kann durch einen Eintrag unter "Error" individuelle angepasst werden.

Beispiele

Das einfache Token «ASK(„Geben Sie Ihren Namen ein:“)» ist ausreichend, um bei jedem Ausführen des MadeToPrint-Jobs einen Abfragedialog anzuzeigen. Die Eingabe ist nicht beschränkt, das heißt der Anwender kann eine beliebige Anzahl an Zeichen in den Abfragedialog eingeben.

Etwas aufwändiger ist das Token «ASK(“Datum der Veröffentlichung [DDMMJJ]:“,“Job“,“\\d{6}“,“Fehler, geben Sie ein Datum ein!“)»

Dieses Token bewirkt, dass pro Ausführen des MadeToPrint-Jobs ein Abfragedialog angezeigt wird. Die Eingabe ist dabei auf sechs numerische Werte beschränkt. Bei einer falschen Eingabe erscheint die Fehlermeldung „Fehler, geben Sie ein Datum ein!“

Das Token im Bereich “Format“ noch etwas abgewandelt wird bei der Eingabe sogar noch die eingegebenen Ziffern überprüft.

«ASK(„Datum der Veröffentlichung [DDMMJJ]:“,“Job“,“([12][0-9]|3[01]|0[1-9])(0[1-9]|1[012])([0-9][0-9])“,“Fehler, geben Sie ein Datum ein!“)»

Der reguläre Ausdruck “([12][0-9]|3[01]|0[1-9])(0[1-9]|1[012])([0-9][0-9])“ beschreibt Regeln für die Eingabe von Tag (01 bis max. 31), Monat und Jahr.

([12][0-9]|3[01]|0[1-9]) beschreibt den Tag (01 bis max. 31) und erlaubt an erster Stelle nur eine 1 oder 2, gefolgt von den Ziffern 0 bis 9.

Sofern die erste Ziffer eine 3 ist, darf ausschließlich eine 0 oder 1 folgen. Ist die erste Ziffer eine 0, so dürfen an zweiter Stelle ausschließlich Ziffern von 1 bis 9 eingegeben werden.

Für Monat und Jahr sind diese Bedingungen ebenso definiert.

Seitenzahlen im Dateinamen

Das Token «PAGENUMBER( )» fügt die aktuelle Seitenzahl z.B. in den Dateinamen ein. Das Token «PAGELABEL( )» kann an dieser Stelle genauso verwendet werden, jedoch werden anstelle der absoluten Seitenzahlen die Seitenkennung verwendet  definiert unter den Nummerierungs- und Abschnittsoptionen in Adobe InDesign. In Verbindung mit dem Token «DOCUMENTNAME()» ließe sich beispielsweise die folgende Namenskonvention für die PostScript-Ausgabe definieren:

	«PAGENUMBER()»_«DOCUMENTNAME()»

Das Ergebnis wären PDF-Dateien mit den Namen:

	1_Dokument.pdf
	2_Dokument.pdf
	3_Dokument.pdf …

Dreistellige Seitennummern (mit führender Null) lassen sich mit folgender Tokenkombination realisieren:

	«RIGHT(00&PAGENUMBER(), 3 )»_«DOCUMENTNAME()»

Das Token «RIGHT(00&PAGENUMBER(), 3 )» ermittelt aus einem Textstring die definierte Anzahl an Zeichen (in diesem Fall 3) von rechts beginnend. Der Textstring setzt sich in diesem Beispiel aus zweimal der Null „00“ und der jeweiligen Seitenzahl zusammen. Das Ergebnis würde lauten:

	001_Dokument.pdf
	002_Dokument.pdf
	003_Dokument.pdf …

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